Vom Ändern…

28. Juni 2013

Ein Gedicht über Änderungen…

Des Konstrukteurs Freizeit geht baden, wenn Kunden was zu ändern haben.
Das Ändern macht zwar keinen Spaß, doch niemand interessiert ja das.
Wir ändern morgen, wir ändern heut, wir ändern wütend und erfreut!
Wir ändern ohne zu verzagen, an sechs von sieben Wochentagen.
Terminplanung jedoch ist Mist, weil’s Ändern niemals fertig ist.
Fürs Ändern wird auch nicht gelöhnt, die Kundschaft wird dadurch verwöhnt.
Ist fertig einst der Bau famos, geht’s Ändern gleich von neuem los.
Der große Wurf ist dann gelungen –
wir ändern selbst die Änderungen.

Das ändert aber nichts daran,
dass ich euch hiermit grüßen kann
Euer Roliman

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Die Eskalation der Besinnlichkeit.

15. Dezember 2012
 
Aus 2007 – noch aktuell, nicht von mir…
 
Sonntag, 1. Advent 10 Uhr.
In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg lässt sich die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert 3 Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.
 
10 Uhr 14: Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des zehnarmigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im Küchenfenster.
Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Önkelstieg im besinnlichen Glanz von nunmehr 134 Fensterdekorationen.
 
19 Uhr 03: Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Stenkelfeld-Nord, er ist aber zunächst arglos.
 
20 Uhr 17: Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten, durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens, ans Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.
 
20 Uhr 56: Der Discothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt, seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laserensemble Metropolis, das zu den leistungsstärksten Anlagen Europas zählt.
 
Die 40m Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch zerbröckelt.
 
21 Uhr 30: Im Trubel einer Jul-Club-Feier im Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5.
 
21 Uhr 50: Der 85 jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs Varta-Volkssturm den Stern von Bethlehem an die tiefhängende Wolkendecke.
 
22 Uhr 12: Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Önkelstieg.
Zuvor war eine Boing 747 der Singapur Airlines mit  dem Ziel Sidney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Bröhrmeyer gelandet.
 
22 Uhr 37: Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel. Die Experten in Houston sind ratlos.
 
22 Uhr 50: Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage, der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend an der Belastungsgrenze.
 
22 Uhr 06: In der taghell erleuchteten Siedlung Önkelstieg erwacht Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23 Uhr 12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.
 
23 Uhr 12 und 14 Sekunden: In die plötzliche Dunkelheit des Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage wie Donnerhall.
Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verwirrte Menschen. Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.
 
 Halleluja… 
UnterDenLinden011 
…und Frohe Weihnachtszeit wünscht

Roliman

(M)ein tierisches ABC

4. Dezember 2012

04. Dez. 2012

Liebe Leute, ihr kriegt heute mein ABC von Tieren – zum Lächeln soll’s verführen…!!!

Es sind auch ein paar zusätzliche Verse enthalten, die nicht von Tieren handeln…

Die Amsel, die Amsel, die trägt kein Schmuck-Gebamsel…

Die Bären, die Bären, die kann man schwer aufklären…

Chamäleon, Chamäleon, du färbst dich in verschied’nem Ton…

Die Dackel, die Dackel, die tragen keine Fackel…

Die Esel, die Esel, gibt’s auch im Zoo in Wesel…

Die Füchse, die Füchse, fressen nicht aus ’ner Büchse…

Die Glucken, die Glucken, beim Eierlegen zucken…

Die Glocken, die Glocken, soll’n uns zur Kirche locken…

Bei Google, bei Google, macht Werbung Hugendubel…

Die Hasen, die Hasen, machen nie Seifenblasen…

Die Hunde, die Hunde, die reißen manche Wunde…

Die Igel, die Igel, die brauchen keine Ziegel…

Den Jaguar, den Jaguar, sieht man beim paaren nur als Paar…

Die Katzen, die Katzen, die können heftig kratzen…

Den Lachsen, den Lachsen, gelingen selten Faxen…

Die Meisen, die Meisen, sind ab und zu auf Reisen…

Die Mücken, die Mücken, die kann man leicht erdrücken…

Das Nashorn, das Nashorn, das hat ein spitzes Horn vorn…

Die Ochsen, die Ochsen, die sieht man niemals boxen

Die Pferde, die Pferde, sind oftmals eine Herde…

Die Quallen, die Quallen, die schwimmen statt zu fallen…

Die Raupen, die Raupen, leiden nicht unter Staupen…

Der Regenwurm, der Regenwurm, trotzt Regen, Hagel & auch Sturm…

Die Reiher, die Reiher, legen hellblaue Eier…

Die Stiere, die Stiere, sind ziemlich wilde Tiere…

Die Tauben, die Tauben, sieht man oft Körner rauben…

Die Unken, die Unken, sieht man kaum mal betrunken…

Die Vipern, die Vipern, die können niemals Twit_tern…

Die Wale, die Wale, sind viel größer als Aale…

X-Chromosom, X-Chromosom, die Frauen haben zwei davon…

Die X-Beine, die X-Beine, die sind besser als gar keine…

Den Yeti, den Yeti, gesehen haben wir ihn nie…

Yak-Rinder, Yak-Rinder, haben schon Fell als Kinder…

Die Ziegen, die Ziegen, die werden sich nie wiegen…

 

Die Frauen, die Frauen, die soll Mann nicht verhauen…

Die Kinder, die Kinder, sind selten auch Erfinder…

Die Männer, die Männer, die sind nicht alle Penner…

 

Viel Spaß wünscht euch…  

Roliman,

der nicht ganz dichte…

Eine Frage der Schuld…

1. September 2012

Sollten Nichtjuden mit Kippa auf die Straße gehen?

http://www.welt.de/?config=articleidfromurl&artid=108917825

Also, wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, sollen wir mit einer Kippa auf dem Kopf eine Kalaschnikow kaufen, diese mit dem Skalp unserer Penisse oder den Labien verstümmelter Mädchen verzieren, sie an einem Rosenkranz mit Christuskreuz um den Hals hängen, uns derartig geschmückt in Kirchen begeben, die künftig mit Totems ausgestattet werden, vor denen wir beichten sollen dass wir in einem hinduistischen Tempel nach buddhistischem Brauch Räucherstäbchen geopfert haben, indem wir sie in Voodoopuppen steckten und zu all dem im Kanon mit Didgeridoos religiöse Lieder spielen – ähh, selbstredend alles als Zeichen der Solidarität mit Andersgläubigen…

Mit religionsfreiheitlichen Grüßen

euer Roliman

Live ist nicht immer live…

11. August 2012

Es ist allgemein bekannt: für viele Live – Veranstaltungen werden vorher Generalproben durchgeführt. In der eigentlichen Veranstaltung wird dann dem Publikum weisgemacht, es geschähe alles frei nach Schnauze. Das stimmt so nicht immer!

Da ich früher selber zu diversen Anlässen als Teilnehmer und/oder Helfer oft auf und hinter Bühnen tätig war, habe ich mehrfach erlebt, dass live nicht generell = live ist. Ein Beispiel möchte ich hierin näher erläutern.

Beim Abschiedskonzert eines Dirigenten des Berliner Polizeiorchesters trat als Gastchor der Berliner Kinderchor auf.

Meine Aufgabe war es, hinter der Bühne dafür zu sorgen, dass die Kinder nicht zu laut wurden – es gelang mir in ausreichendem Maß.

Als Kuriosum erwähne ich hier, dass die Chorleiterin dies ebenfalls tat, sie selber jedoch lauter als die Kinder sich verhielten! Gleiches erlebe ich noch heute bei Erzieher^innen in Kinderläden. Auch da brüllen die ‚Pädagogen‘ meistens mehr als der zu hütende Nachwuchs.

Um den Ablauf des Programmes genau verfolgen zu können und den Kinderchor jeweils rechtzeitig Aufstellung nehmen zu lassen, hatte man mir einen dicken Ordner mit dem Manuskript gegeben.

Als ich mir das ansah, fiel mir auf, dass jedes Wort, jedes Räuspern der Sprecher (heute nennt man sie Moderatoren), jedes kleine Zögern in den Sätzen, jede Kleinigkeit in den stattfindenden Interviews – ALLES das war in dem Manuskript enthalten!

Anders gesagt: Jeder der Hauptteilnehmenden hatte eine ‚Rolle‘ zu spielen, die sie/er vorher auswendig gelernt hatte.

Ähnlich entstehen Aufzeichnungen für TV-Sendungen, und das nicht erst seit heute. Allerdings wird da dem Publikum eben VOR Beginn der Aufnahmen erklärt, wie es sich bei dieser und jener Situation verhalten soll. Da ich kürzlich bei einem solchen Event anwesend war, habe ich die Erfahrung erneuert, dass sich an den Vorbereitungen seit Jahren nicht viel geändert hat.

Mehr Einzelheiten darf ich hier nicht von mir geben – ich halte es auch gar nicht für angebracht.

Überzeugt bin ich davon, dass es zwar nicht publik gemacht und doch bei allen TV-Sendern auf diese Weise verfahren wird, wenngleich nur ein bestimmter ‚Werbesender mit eingefügten Filmszenen und anderen Sendeanteilen‘ dafür angeprangert wird. Nur frage ich: Wozu auch?

H. G. von

Roliman

 

Zweifelhafte Sparmaßnahmen…

9. August 2012

Ernste Worte zu ernsten Themen…!

Zwar bin ich bekannt dafür, meist lustige Beiträge zu publizieren, aber wie Manches zuvor, ist auch dieser Artikel keine Satire!

Amalgam in Zahnfüllungen hin oder her; sie hier und da noch immer einzusetzen rechtfertigt nicht, uns mit weiteren Giftquellen oder unsinnigen Vorschriften zu bombardieren!

Die Probleme mit den Energiesparlampen sind seit langem bekannt, werden aber leider von Befürwortern, Lobbyisten und idiotisch argumentierenden Politikern herunter gespielt. Wie es auch bei anderen Themen leider immer wieder geschieht, werden Kritiker wenig beachtet und von oben her ‚klein geredet‘.

Ein paar eigene Erfahrungen und logische Folgerungen:

1.  Eine „Sparlampe“ habe ich im Sommer 2010 bereits beschädigt der Packung entnommen. Der Händler (hieß da noch Teppich-Domäne) nahm sie weder zurück, noch wurde sie mir ersetzt. Als Argument wurde gesagt, das Glas hätte sich beim Transport vom Sockel gelöst, was allerdings nicht der Fall war. 

2.  Eine andere „Sparlampe“ zerbrach mir bereits beim Eindrehen! Vom Zeitfaktor mal abgesehen: Dabei wurde nicht nur Gift frei, ich habe dadurch auch eine Schnittwunde erlitten. Nun musste ich sofort meine Katze aussperren, um zu lüften (das Gas entwich also in die Umwelt), die Wunde versorgen, der Staubsauger hat Energie verbraucht, die kleinen Scherben zu entfernen!

3.  Die angegebene Haltbarkeit hat bisher KEINE der Lampen erreicht – jedenfalls nicht in meinem Haushalt.

4.  Die Herstellungskosten sowie der Entsorgungsaufwand sind weitaus höher = teurer als bei herkömmlichen Lampen und somit logischer Weise auch der Energieverbrauch.

5.  Die meisten „Sparlampen“ sind größer im Vergleich zu normalen Glühlampen, besonders die Kerzenformen. Es gibt Leuchten, in welche die „Sparlampen“ gar nicht hinein passen, das erfordert erheblichen Zeit- und Kostenaufwand in Sachen Beschaffung und Montage neuer Leuchten!

6.  Kaum ein Mensch wird eine defekte oder ausgediente „Sparlampe“ zum Recyclinghof bringen – es sei denn, er wohnt gleich nebenan oder gegenüber – und dabei Energie verschwenden. FAST ALLE dieser „Dinger“ werden im normalen Müll landen, was ich niemanden verdenken kann! Nicht Jede^r kann Fahrrad fahren (was sich im Winter und bei strömenden Regen ja nun auch nicht wirklich anbietet). Für Senioren, erst recht für Gehbehinderte, ist es darüber hinaus weitaus schwerer, zumal, wenn sie mit der Bahn fahren müssen, was meist mit Treppensteigen verbunden ist. Aber auch Benzinverbrauch und Verschleiß an Kraftfahrzeugen sind nicht zu vernachlässigen.

7.  Gerade in dunklen, sprich: kühlen bis kalten Jahreszeiten, brennen viele Lampen. Was man angeblich an Strom einspart, wird wegen geringerer Wärmeentwicklung der „Sparlampen“ durch höhere Heizkosten wieder aufgehoben.

Fazit: Energiesparlampen sind eine arge Zumutung, ein Verbrechen an die Menschen und an die Umwelt!

Die Vorschrift, bei Autos tagsüber das Licht einzuschalten, ist ebenfalls Unsinn.

Vor Jahren wurde reglementiert, dass Motorradfahrer am Tage das Licht einschalten müssen, damit man sie besser erkennt. Das war noch einzusehen, wird jedoch durch die neue Vorschrift zur Farce.

Wieso sollen Autofahrer eine sonnenüberflutete Straße beleuchten?

Um besser gesehen zu werden, wird uns eingeredet.

Besteht die deutsche (bzw. die europäische) Bevölkerung aus Sehbehinderten? Wie oft werden wir durch falsch eingestellte Scheinwerfer geblendet und geraten genau dadurch in Gefahr? Das nun also auch am Tage, bei strahlender Sonne, die allein schon Blendwirkung haben kann! Autos, die uns nah genug sind eine Gefahr darzustellen, sollte jeder ’normalsichtige‘ Mensch doch nun wirklich auch ohne Beleuchtung wahrnehmen und weit entfernte Autos stellen eh keine Gefahr dar.

Erwiesen ist: Mit Beleuchtung zu fahren erhöht den Spritverbrauch! Das Argument: „den Strom liefert ja die Lichtmaschine“ ist zwar richtig und dennoch schlichtweg falsch, denn dieser Generator wird vom Motor angetrieben. Der aber muss mehr leisten, wenn mehr Strom erzeugt werden soll/muss. Das wiederum erhöht den Co2 Ausstoß und belastet definitiv die Umwelt.

Politiker, ihr sollt nicht nur denken, sondern nachdenken…!!!

Nachdenkliche Grüße von

Roliman

 
 

Der Jaucher…

28. Juli 2012
  

von Roland Schulz

Gedichtet habe ich schon recht früh in meinem Leben, in der Spätkindheit. War es hier ein defektes Ofenrohr, da mal ein tropfender Wasserhahn, sogar Löcher in Töpfen zu flicken habe ich noch gelernt… (wenn der Topf aber nu‘ ein Loch hat…)

Verse zu dichten hat mir einer meiner Freunde † empfohlen: Friedrich Schiller ( 1759 bis 1805 ) 

‚Friedi‘ schrieb lange Gedichte, zum Beispiel ‚Die Glocke‘.

Weil mein Köpfchen voller Flausen war (was sich zum Glück bis heute erhalten hat) war es mir zu langwierig, diese ‚Glocke‘ auswendig zu lernen.

Besser gefiel mir da Schillers Ballade ‚Die Bürgschaft‘, die wir einst als Hausaufgabe lernen sollten. Als gut für mein geplagtes Hirn stellte sich heraus, dass ich sie – nach dem zehnten Hören während der Schulstunde – fließend dramatisieren konnte, ohne mich zu Hause dem mühsamen Lernprozess unterworfen zu haben.

Klar, dass wir Kinder solcherlei nicht ohne Verballhornung – verzeiht, ich meinte: nicht ohne Kritik – hinnahmen, was sich bei uns im ersten Vers mit
Zum Ehemann, dem Tyrannen, schlich
die Gattin, den Dolch im Gewande;
so was geschieht öfter im Lande.
„Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!“
„Kartoffeln schälen, fürchte dich nicht.“
Vom Tyrannen das Haus zu befreien,
würde sie ja beim Kostgeld bereuen!
widerspiegelte.
Den Originaltext lies unter
http://www.autoren-gedichte.de/schiller/die-buergschaft.htm
 

Ebenfalls eines der längeren Reimwerke des Schiller Frederic heißt Der Taucher.

Ui, jaaa! Mit dieser Schillerschen Schilderung war (und bin) ich richtig zufrieden. Hätte mein Freund damals schon die moderne Tastatur benutzt, hätte er für das einschließlich dem Titel 1108 Wörter umfassende Werk 6689 Anschläge benötigt – äh, voraus gesetzt, dass er sich nicht vertippt hätte…

Immerhin besteht ‚Der Taucher‘ aus 27 Strophen. Das weithin bekannte Original beginnt so:

„Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp‘,
Zu tauchen in diesen Schlund?
Einen gold’nen Becher werf‘ ich hinab,
Verschlungen schon hat ihn der schwarze Mund.
Und wer mir den Becher kann wieder zeigen,
Er mag ihn behalten, er sei sein eigen.“

Die geläufigste Form dieses Gedichtes lautet: „Gluck, gluck, weg war er.“ Aber sagt ehrlich, DAS ist nicht aussagekräftig genug, es wirkungsvoll gelten zu lassen.

Kompromissbereit wie ich, erklärte sich Schillchen (Kosename von Schiller) bereit, meine Version als wertvolle Weltliteratur in die Geschichte der Schriftstellerischen hohen Schule eingehen zu lassen.

Urteilt selbst, ob dies gerechtfertigt ist…!

Der Jaucher

„Wer wagt es, alter Mann oder Knab‘,
Zu tauchen in diese Gülle hinab?
Drei rostige Centstücke werf‘ ich hinein,
Und wer sie heraus holt, der nenne sie sein.
 
Da tritt aus der Menge – sie jubelt im Chor –
ein echt wahnsinniger Europäer hervor.
Er streift ab das Hemde, weil er es nicht brauche
und stürzt kopfüber in die wabernde Jauche.
 
Nach einer Weile von knapp zwei Minuten:
Ein stinkender Kopf taucht auf in den Fluten,
ruft: „Hilfe, zu Hilfe, weil ich sonst ersticke,
hier unten ist mir die Scheiße zu dicke…“
 

In der Urfassung, die einer meiner Brüder und ich um 1960 aufstellte, hieß es noch: ‚drei rostige Pfennige‘ und ein ‚ein vom Wahnsinn beschlackerter Jüngling‘. Aber wir wollen ja mit der Zeit gehen, deshalb habe ich es heute, am 28. Juli 2012, Europa und seiner Währung entsprechend angepasst…

Herzliche Grüße vom

Roliman 

Mein Pelzkragen

8. Juli 2012

Die wundersame Wandlung eines Kätzchens…

Damals, bis Ende Mai 2005, hatte ich ein Konstruktionsbüro in der Berliner Oranienstraße 4 und ich hatte Gründe, dort auch die Nächte zu verbringen.

Die Räume lagen im Hochparterre an einem Hof; dass sich auf ihm nachts Katzen heftige Kämpfe lieferten war nicht zu überhören.

Der Winter 2004 / 05 war hart, mit Frost bis zu minus 17 Grad. Tiere hatten Mühe, genügend Nahrung zu finden, darum entschied ich im November 2004, abends einen Napf mit Trockenfutter auf die Zugangstreppe zu stellen. Am nächsten Morgen waren stets nur noch einige Krümel im Napf.

So ging es weiter, Nacht um Nacht, bis… ja, bis…!

Die Hofbeleuchtung steuerte ein Bewegungssensor. Irgendwann fiel mir auf, dass gegen Drei Uhr das Licht anging, obwohl kein Mensch da war und die Kämpfer sich in andere Gefilde verzogen hatten.

Zeitgleich stellte ich fest, dass der Napf am Morgen blitzblank ausgeleckt war. Zweifellos lebte da draußen ein weiteres ‚Wursthäkchen‘.

Mir, so zu sagen als Nachteule, fiel es leicht, jene Abläufe zu bemerken und Futter nachzufüllen, sobald die mir bekannten Pelzkragen fort waren. Und ja, meist auf die Minute genau um drei Uhr, befahl der Sensor: Spot an…!

Wiederum enthielt der Napf morgens nur noch krümelige Reste. Wer den Nachschlag holte, konnte ich visuell nicht ergründen.

Einmal kam ich um 02 Uhr 45 zum Büro. Da saß bei den Müllcontainern ein zierliches Etwas. Licht reflektierende Augen sahen her. Nun war es eindeutig: da draußen lebt eine weitere Katze.

Die Bürotür war ein gusseisernes, verziertes Kunstwerk. Dann und wann öffnete ich sie zum Lüften lediglich so weit, dass meine vierbeinige Partnerin Schneewittchen nicht hinaus konnte. Ein Drahthaken diente als Feststeller für die Tür.

Ende Januar 2005, nachts, 2 Uhr 45… Leise klapperte der Draht, dann lauter, energischer. Da war jemand oder etwas!

Eilig Schneewittchen in den Nebenraum. Die Trenntür schließen ein Muss! Witti war milieugeschädigt und mutierte zur unkontrollierbaren Furie, sobald sie anderer Katzen ansichtig wurde.

Behutsam öffnete ich die Tür, lugte hinaus und… sah die Fremde auf dem Podest hocken, ein leises „Miep“ ausstoßend. Der Anblick war herzzerreißend, die Kälte gnadenlos. 

Ruhig löste ich den Haken und zog vorsichtig die Tür auf. Näher kam das Tierchen nicht, aber es ließ sich ohne Panik ablichten und wiederholte wimmernd: „Miep.“

Arg zerzaust war das Kätzchen, weiße Fellteile vom Schmutz grau, über dem rechten Auge prangte eine böse Verletzung. Es war unübersehbar: Hier musste dringend geholfen werden.

Nur: Was konnte ich so eilig tun?

Hereinlocken? Schneewittchen hätte die Konkurrentin buchstäblich zerfleischt. Die Katzen strikt zu trennen gaben die Räumlichkeiten nicht her. Außerdem sind frei lebende Katzen meist Parasitenträger.

Wer Tierschutz-Erfahrungen hat, weiß, dass Hauruck-Handeln oft schlichtweg unmöglich ist. Eine Notlösung musste dennoch her!

Das WC-Fenster befand sich etwas oberhalb des Podestes vor dem Büroeingang. Ich öffnete einen Fensterflügel Katzenweit, fixierte den Flügel mit einem Draht und legte eine Futterspur zu einem Napf, den ich innen auf dem Fensterbrett platzierte.

Mittlerweile fror ich von eindringender Kälte. Deshalb, mehr aber um das Licht nach außen zu mindern, lehnte ich die Eingangstür wieder an. Das Hoflicht war schon aus.

Gespannt wartete ich am geschlossenen WC. War der Hunger mächtig genug, dass sich die Katze hineinwagen würde? Bald vernahm ich das Knastern Trockenfutter kauender Zähne.

Ab da verlief die nächtliche Fütterung anders als die erste Kontaktaufnahme. Ich wagte es, reglos im WC zu verharren.

Die neue Freundin gewöhnte sich schnell daran. Sie tolerierte, dass ich dem Fressplatz nahe kam, um einen zweiten Napf mit Nassfutter zu füllen. Lauwarmes Wasser lernte sie überaus zu schätzen.

Überhaupt konnte ich mich bald normal in dem Raum bewegen. Aber jedes Knacken und Knistern im Hof erzeugte in dem kleinen Leib nervöses Sicherungsgebaren. Berühren ließ sie sich nicht, die Katze wich den Versuchen weit genug aus, sichere Distanz zur tastenden Hand herzustellen.

Schwänzchen in die Höh? Mitnichten! So schloss ich einzig aus geringer Größe und Verhalten, dass es ein Mädchen war.

Ich nannte sie Petra!

Es tat mir Leid, zu sehen, dass die Wunde über dem Auge heute zu heilen schien, morgen jedoch wieder blutete, wohl von der Kälte und den Mühen sie sauber zu halten.

Intensiver Hilfe zu leisten war unumgänglich!

Hatte Petra nicht darum gebeten, indem sie die schwere Tür zu öffnen versuchte? Hatte sie gespürt, dass dies womöglich der letzte Ausweg war, dem Tod zu entrinnen?

Ich beschloss, Petra zu fangen.

Meine damalige Gattin war über all diese Geschehnisse informiert. Sie kontaktierte bereits Vereine, die in Frage kamen, Petra aufzunehmen. Nur war das im Winter leichter gesagt, als getan.

Bedauerlich, dass Weihnachten (wie immer vor großen Festen) viele Tiere ausgesetzt werden. Alle potentiellen Quartiere waren deshalb mehr als ausgelastet.

Aber Fangen, tierärztliche Versorgung und Unterbringung mussten koordiniert ablaufen.

Ein Verein bot an, sämtliche Kosten zu übernehmen, einschließlich der vermutlich nötigen Kastration. Die Bedingungen lauteten, dass wir:

Petra fangen sollten, um sie vom Vertragstierarzt des Vereins behandeln zu lassen, dass wir die Transporte übernahmen und dass wir Petra vorläufig woanders als im Vereinsquartier unterbringen müssten.

Wir sagten zu, diese Lösung war immerhin die zweitbeste.

Eine Katzenfalle hatte ich im Büro. Der erste Fangversuch erwies sich als Erfolg und zugleich als Fehlschlag! Henriette, Halsband tragende Freigängerin, hatte lockender Duft dazu verleitet, das Schabefleisch als Beute zu erobern.

Just sehe ich geistigen Auges Henriette in der Falle. Da gab es keine Angst, keine Panik, keine Aufregung – wie herrlich verwundert Kätzchenmimik doch sein kann! Ich zog den Schieber hoch, Henriette spazierte ruhigen Schrittes aus der Falle. Dann wandte sie sich um, als würde sie kopfschüttelnd fragen: „Was sollte das denn, du Blödmann?“

Drei Uhr Zehn, der Schieber fiel erneut zu. Petra war im Kasten und tobte wie verrückt. Leider musste sie den Rest der Nacht in der Falle verbringen, die ich rasch mit einem Tuch abdeckte. Wie erwartet, hatte das beruhigende Wirkung. Wenigstens brauchte Petra bei geschlossenem Fenster nicht mehr zu frieren und die Kälte nicht länger an der Wunde ertragen.

Am Vormittag des 6. März 2005 brachten wir Petra zum Tierarzt. Wieder gebärdete sie sich wild, bis das Anästhesiemittel wirkte.

Die wundersame Wandlung des Kätzchens begann mit der Erkenntnis: Nicht Petra hatte ich in die Falle gelockt – nein, es war Peter! Erst in Narkose konnte das Geschlecht festgestellt werden. War es Intuition, die mir einen Namen eingegeben hatte, der diese Wandlung erleichterte?

Selten hätte sie ein derart Flohbefallenes Tier erlebt, sagte die Tierärztin. Die Bedenken bezüglich Parasiten hatten sich also als richtig erwiesen.

Die Verletzung war eine schwere Verbrennung, dem Kätzchen vermutlich mit einer Zigarette zugefügt.

Wir konnten nicht warten, bis Peter behandelt war und die Narkose überstanden hatte. Aber ihm wurden die üblichen Kuren und sonstige Grundbehandlungen zugebilligt und er wurde kastriert.

Gegen Mittag erfuhr meine Frau, Peter wäre behandelt und er würde allmählich wach werden. Unfassbar die ergänzende Nachricht, die ich nicht wörtlich, aber Inhaltlich richtig wiedergebe:

„Das Tier ist zu wild, sie können es nicht in einer Wohnung halten. Wir werden die Katze an einem Futterplatz aussetzen.“

Peter war frisch kastriert, das allein ist eine erhebliche Belastung. Die Verbrennung war zwar versorgt, aber das Ausheilen würde noch seine Zeit brauchen! Durfte einem Tier angetan werden, es in diesem Zustand wieder in die eisige, unfreundliche Umwelt zu entlassen?

Auf gar keinen Fall!!!

Meine Frau reagierte prompt und richtig, indem sie ankündigte, dass ich Peter abholen würde. Dann tat sie mir die Zumutungen der Arztpraxis kund. Eine Stunde nach dem Telefonat mit der Praxis war Peter in unserer Wohnung.

Die ist so geschnitten, dass sie in zwei etwa gleichwertige Reviere geteilt werden kann. Während ich Peter holte, hatte meine Frau alles nötige vorbereitet. Das ließ sich nicht umgehen, denn unser Besitzer Namens Rüpel war ein Alphatier der Rasse: „Ihr dürft keine andere Katze haben neben mir.“

Rüpel hatte 9 schwere Jahre hinter sich, ehe wir ihn übernahmen. Mit https://youandroli.wordpress.com/adieu-rupel/  ist sein Lebenslauf aufrufbar, darum verzichte ich hier auf Details.

Kurzum: Als Peter wieder ‚bei sich‘ war und aus dem Transportbehälter durfte, erlebten wir Unglaubliches!

Er wütete wie ein Berserker. Alles Bewegliche fiel seinem wilden Tun zum Opfer, wurde von Haltern und Wänden gerissen. Er gelangte auf einen zwei Meter hohen Schrank. Dann sprang er gegen das Fenster um ins Freie zu kommen.

Beherzt griff meine Frau zu und beförderte den Wüterich wieder in den Transportbehälter.

Später wurde Peter erneut heraus gelassen. Oh, ja, er benahm sich ruhiger, geradezu ängstlich. Drei Wochen lang saß er hinter der Waschmaschine! Er kam nur heimlich hervor, um zu fressen und sein Klo zu benutzen.

Allmählich wurde er meiner Frau gegenüber zutraulicher. Aber wenn ich kam, flitzte Peter sofort in den Schutz der Waschmaschine, den Frauchen liebevoll ausgepolstert hatte.

War es Angst, wieder zu den Kampfhähnen in Kreuzberg gebracht zu werden? Mittlerweile hatte er sich nämlich mit den Vorzügen der Zivilisation angefreundet, während mir noch immer der Duft früherer Unbillen anhaftete.

Jeder Versuch, die beiden Pelze zusammen zu bringen, scheiterte. Rüpel hatte Heimrecht und war viel älter. Mit Pfoten und akustischen Zurechtweisungen jagte er Peter stets zurück in dessen Bereich.

Die Umstände berücksichtigend, konnten wir dennoch mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Ende Mai ’05 musste ich das Büro räumen, weil der Vermieter es selber nutzen wollte. Ich zog wieder in unsere Wohnung. Das Notquartier war damit leider verloren und wir betreuten in der Wohnung zwei Problemfälle.

Zudem entwickelte Peter Mundgeruch. Natürlich brachten wir ihn in die uns von uns bevorzugte, vertraute Praxis. Diagnose: Peter leidet unter Plasmazellgingivitis, die, wenn überhaupt, schwer heilbar ist.

Spritzen halfen da nur bedingt, außerdem setzte sich der Patient stets vehement zur Wehr. Darum beschloss der Tierarzt eine drastischere Behandlung: er extrahierte die Zähne aus den entzündeten Bereichen.

Seit der weißschwarze Freund die Folgen dieser Eingriffe überstanden hat, kann mit Fug und Recht gesagt werden, dass Peters Beschwerden deutlich nachgelassen haben – dies ein weiterer Schritt der Wandlung.

Deren Vollendung ist nicht nur wundersam, sondern wunderbar!

Als er zwangsläufig ein neues Heim bezog, war Peter zehn Monate alt, und doch hatte er in der kurzen Lebenszeit viel Böses erfahren.

Einst war er scheu, ängstlich, oft wild, unser Peter. Durch viel Geduld und Liebe wurde aus ihm, dem einst frei lebenden Kater, ein liebes, kontaktfreudiges Katerle.

Wie oft begrüßt er Frauchen mit schier unendlichen Sätzen, wenn sie heimkehrt. Bei ihr wählt Peter öfter Schoßwärme.

Wie oft fordert er mich auf, ihn bei Pfote zum Futternapf zu begleiten und dort zu bleiben, bis die Mahlzeit beendet ist.

Haben wir nicht genau so die ersten Erfahrungen miteinander gewonnen? Eine Änderung hat sich insofern ergeben, dass erst gestreichelt und dann gefüttert wird.

Spielen und Knuddeln ist mehr meine Aufgabe. Bei „Plumpssack“ fällt Käzchen auf die Seite, streckt schnurrend alle Viere von sich und lässt sich den Bauch massieren.Logisch, seit ich in der Wohnung anwesend war, konnte ich mich mehr um Peter kümmern, ihm im Sinne des Wortes die Hand reichen. Oh, ja, wir fanden zueinander; trotz uns fehlendem Übergewicht verbindet uns eine dicke Freundschaft.

Es ist gut und richtig, dass der kleine ‚Pitti‘ seit nunmehr 7 Jahren hier ist!

Die Wandlung dieses Freundes wundersam und wunderbar zu bezeichnen ist führwahr korrekt. Bei den meisten Katzen ist die Schwanzspitze nahezu ständig in Alarmbereitschaft. Nicht bei Peter. Er ist selbst im Wachsein so entspannt, dass sie nicht zittert.

Das ist der wertvollste Vertrauensbeweis und dafür, lieber Peter, bin ich sehr dankbar!

Dein Roliman

 

Parallelwelt…

1. Juli 2012

Liebe Lesegemeinde, ihr kennt meine wundersame Art zu recherchieren aus bereits bestehenden Beiträgen. Ein aktuelles Thema bewog mich, eine neue Untersuchung vorzunehmen…

Manche Wissenschaftler machen uns Glauben, es gäbe sie… ähh – hm, ich meine damit: Siehe weiter unten ← dies in Anlehnung an die Angaben des Haltbarkeitsdatums auf Verpackungen ausgedruckt! Man öffnet die Packung und dreht sie anschließend um 180 Grad über die Längsachse, um das Mindesthaltbarkeitsdatum zu sichten…

Hier das Erlebnis meiner geistigen Erhebung:

Es gibt sie wahrhaftig, diese so genannten Parallelwelten…!

Eine jener Welten fiel mir besonders auf, weil dort Abläufe – eben Parallelen – stattfinden, die den Vorkommnissen unserer Welt verblüffend ähneln.

Wundere dich also nicht, liebe Leserin, geschätzter Leser, wenn Namen, Orte und Ereignisse ähnlich klingen, wie auf dem von uns abgenutzten Erdball…

Beweise für das Bestehen der hierin beschriebenen Parallelwelt mit dem Namen ‚Merde‘ erfand ich in unzuverlässigen politischen Steuerqualen…

Momentan sind in der Welt ‚Merde‘ Verhandlungen im Gange, um das dortige Zahlungsmittel, welches Streuro genannt wird, neu zu verteilen. Als stetig zu schröpfende Region hat man die mit über 2 Pibillionen hoch verschluderte Schwundesrepublik Heuchelhand auserkoren…! 

„So lange ich nicht tot bin“, hatte in ‚Merde‘ die Hundeschwanzlerin der Schwundesrepublik geprahlt, „werde ich mich nicht dazu verleiten lassen, euer Geld in schwarze Löcher zu werfen.“

Wie bei uns Nationen, gibt es auch in ‚Merde‘ gewisse Bländereien, nur heißen sie dort Not-Ionen. Etliche davon sind tatsächlich in Not geraten, weil deren Politicker unfähig sind Hauszuwalten, was hierzuglobus mit Einsparen vergleichbar ist.

Zwei Politicker aus anderen Not-Ionen von ‚Merde‘ stellten der (← Ausdruck vom Autor gestrichen) Hundeschwanzlerin jedoch eine fiese Falle, derhalb sie ihren Willen bereitunwillig ändern musste.

Eines dieser Bländer heißt Sparnien, das andere Zwittalien – Armjano Kalau und Sparnio Montnie sind die Namen der Regenten. Diese beiden Tuenichtse überpumpten die Hundeschwanzlerin Ankohla Ärkel derart aufs Ärgste, dass die Ärmste nun nicht mehr wusste, wie sie ihrem Folg die Ängste nehmen soll, dessen Peanatzen angeblich zu nicht vergeuden.

Als Folge musste die HerzIVlose Frau zugeben, sie würde sich nicht mehr schämen, die Befolgeria schamlos zu bestehlen, um das mehrfach zersteuerte finanzielle Unvermögen der Armen dem der  Reichen beizusteuern.

Doch dann besann sich die ältliche Dame ohne grünen Hut auf Ihren Versprecher: „So lange ich nicht tot bin, werde ich mich nicht dazu verleiten lassen, euer Geld in schwarze Löcher zu werfen.“ (Anmerkelung des Autors: Sie hätte ebenso treffend sagen können, das Geld nicht an Schafe mit der Komplementärfarbe von weiß verteilen zu wollen.)

Ein Verbräter namens Stigma Grabriel empfahl der Hundeschwanzlerin endlich den Tipp zu einem gangbaren Gang!

Weiterleidend sollte ich hier einfügen, dass es hier auf unserer Erde, nämlich in Norwegen, ein beliebtes Ausflugsziel gibt, welches als ‚Preikistolen‘ bekannt ist.

Ein Gleiches besteht auch im Bländle Vonwegen auf der Welt ‚Merde‘, nur wird es dort ‚Zwei Pistolen‘ geheißen. Es ist dies ein Felsen, der über einen Sexhundert Meter tiefen Absturz hinunter ins ‚Meer der mehr Tränen‘ verfügt.

Der Tipp des nehmreichen Herrn Stigma Grabriel war der Hundeschwanzlerin nicht nur ein- sondern gleich mehrleuchtend, was sie bewog, ihn wahrzunehmen, anstatt wie gewohnt zu liegen zu lügen…

Hundeschwanzlerin Ankohla Ärkel lud also die sperrigen Regenten Armjano Kalau und Sparnio Mont-nie zu einer Nachtwanderung auf diesen Felsen ein – beide sagten zu.

Oben eingetroffen geschah Folgendes:

„Bespritzt mich…“, forderte die Hundeschwanzlerin die beiden Regenten auf…

Wie bitte? Ach so, ihr denkt… !

Oh, nein! NEIN, DAS ist ebenfalls nicht so gemeint, wie der ihrem Folg gegebene Versprecher…!

Liebes literarisch Interessiertes Folg, bitte, vergiss nicht: Dies ist eine Sa^tierische Paral^Elle, deshalb lasst mich euch aufklären…

Die Länge eines Hundeschwanzes (der ja zu einem Tier gehört), beträgt in dieser Story etwa eine Elle; auf der befinden sich oft Ungeziefer und viele Parasiten, welche auf der Welt ‚Merde‘ mittels Pistolen mit Parall bespritzt wird, um es zu vernüchten.

„Und jetzt stoßt mich…“, flehte die Hundeschwanzlerin nach der Bespritz-Zeremonie. „Stoßt mich in die Tiefe ins ‚Meer der mehr Tränen‘, auf dass mich der Tod vom Lügen erlöst. So, und NUR so kann der meinem Folg gegebene Versprecher zur Wahrheit gedeihen und die Bestohlenen werden erkennen, dass mein Vertrauen in den Streuro ungerechtfertigt war…“  

Schlussbemerkungen:

Das Vertrauen in die verdorbenen Überreste der Hundeschwanzlerin wurde nie wiedererlangt.

Wer diese Geschichte nicht, oder nicht zu Ende gelesen hat, wird unweigerlich in eine solche unwirtschaftliche Parallelwelt verbannt – Ehrenwort…!

Sigmar Gabriel sagte kürzlich: „Wir stehen vor einer Neugründung der EU.“ Damit gab er zu, dass die Altgründung Merde war. Leider wird auch die Neugründung nichts weiter als Bullshit sein…

Zur Vorsicht rät

euer Roliman, alias Rohlant

Die Lösung…

24. Mai 2012

Ist Europa noch zu retten?

Den folgenden Text habe ich auch bei WELT-ONLINE veröffentlicht:

Ist schon merkwürdig. Ich bin weder Politiker, noch Finanzexperte, habe dennoch, als Euro & € kamen, nahezu ganz genau auf den Punkt die ganze Misere prognostiziert. Wozu brauchen wir all die „Zwexperten“, die ebenso unnütz Geld verschwenden wie Politiker, Banken, Länder, Nationen ??? … !!! All die Lügen mit neuen zu schönen bringt uns nur tiefer in die Misere – ENDLOS…! Mein bitter satirischer Vorschlag: Das Geld für die perforierten Rettungsballone sollte lieber in die Entwicklung einer Zeitmaschine investiert werden, um in die Zeit VOR dem lediglich Finanzen verschlingenden Europa zurückzukehren… Viel Erfolg, ihr Experten ohne wirkliche Expertisen…

Euer Eurofrustrierter Roliman